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Presse


 

Städtepartnerschaft Bad Homburg – Exeter -
Weißer Turm grüßt Kathedrale

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er viel erzählen. Das können die 23 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Austauschs des Kur- und Verkehrsvereins (KVV) mit dem Exeter Twinning Circle (ETC). Sie besuchten in der vergangenen Woche die südenglische Stadt an der Exe. Mit von der Partie waren aus der Kurstadt: ein amtierender Bürgermeister (SPD), eine Ex-Oberbürgermeisterin (CDU) und ein früherer SPD-Stadtrat – sie waren voll integriert. Ohne Unterschied waren alle Bad Homburger in Familien untergebracht. Das qualifiziert dieses Programm schon seit vielen Jahren. Wer reisen will, der hält sich auch als Gastgeber bereit. Neben einem zentralen Programm bleibt genügend Zeit für individuelle Interessen. Da wird über die unterschiedlichen Lebensbedingungen in unseren Ländern diskutiert und stolz über die Entwicklung von Kindern und Enkelkindern berichtet. Die hohen Benzinpreise in beiden Ländern waren weniger ein Thema. Auch über den Fortbestand des Euro wurde nur am Rande spekuliert. „Es sind die alltäglichen Dinge, die uns bewegen und über die wir uns austauschen“, sagt der KVV-Vorsitzende Wolfgang Herder. Man ist gleichermaßen miteinander vertraut und könne sich vertrauen. Dies sei das Ergebnis einer langjährigen Zusammenarbeit und eben keine Städtereise, wie man sie unverbindlich bucht.

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Bild: Gastgeber und Gäste gemeinsam vor dem Killerton-Haus in Broadclyst © Kur- und Verkehrsverein

Bei der Abreise in Bad Homburg regnete es zunächst, doch dann folgten vier Tage voller Sonne. Vielfältig war das Programm, das wegen einer Stornierung des eigentlich in Exeter beheimaten Fliegers Flybe leider um einen Tag gekürzt werden musste. Zur Begrüßung erhielten die Gäste aus Bad Homburg ein Getreide-Püppchen: Das ist ein vorchristliches Symbol als Erntegabe, damit deren Geist den Winter im gesegneten Haus wohl verbringen möge, um dann im Frühling in der ersten Furche untergepflügt zu werden.


Eine Flusskreuzfahrt auf der Dart von Totnes nach Dartmouth an der Kanalküste war ein Höhepunkt der Reise. Dazu gehörte ein Besuch im Britannia Royal Naval College. Es wurde im Zweiten Weltkrieg von der deutschen Luftwaffe bombardiert. Von fünf Bomben explodierten zwei in der traditionsreichen Kaderschmiede der britischen Marine. Eine besondere Lektion über den englischen Humor erhielten die deutschen Besucher im Garten dieses gewaltigen Gebäudekomplexes. Ein entschärfter Blindgänger wird dort mit dem Schild „Present from Adolf Hitler -13.2.1943“ präsentiert – weil zwar getroffen, aber nicht detoniert. Seit 2003 gibt es ein Partnerschaftsabkommen mit der deutschen Marineschule in Mürwik bei Flensburg.

Beim abschließenden festlichen Abendessen mit dem Lord Mayor Rob Newby in der Regency Suite des Devon Hotels stand neben Truthahn auch Yorkshire Pudding auf der Speisekarte. Wer aber glaubte, es handle sich dabei um eine Süßspeise, der irrte. Dieser in Schmalz gebackene Kuchen wurde als wohlschmeckende Beilage zum Braten serviert. In seiner Rede würdigte der Lord Mayor die Städtepartnerschaft und insbesondere die Tätigkeit von ETC und KVV als wichtige Träger. Er gab der Hoffnung Ausdruck, dass sich künftig mehr junge Leute und auch andere gesellschaftliche Gruppen, beispielsweise die Feuerwehren - das ist seine Heimat, für die Idee des Austauschs begeistern ließen.


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Bild: Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft – Bürgermeister Karl Heinz Krug (lks.) mit Lord Mayer Rob Newby © Kur- und Verkehrsverein

Bad Homburgs Bürgermeister Karl Heinz Krug zeigte sich beeindruckt von der Gastfreundschaft, die ihm in der Familie entgegengebracht wurde. Und wörtlich: „Da sind dauerhafte Beziehungen entstanden und das spürt man.“ Schließlich appellierte die Vorsitzende des Exeter Twinning Circle (ETC), Kathy Morris an die Gäste aus Bad Homburg, Freunden und Bekannten von dem Juwel Exeter im Herzen Südwestenglands zu berichten. Es wurde zwischen den beiden Vorsitzenden Morris und Herder vereinbart, dass im Frühjahr 2015 zunächst die Engländer Bad Homburg besuchen werden und der Gegenbesuch des KVV im Herbst stattfindet. Seit 1990 gibt es diesen Austausch. In drei Jahren wird man dann im übertragenen Sinn die Silberne Hochzeit feiern können.


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Bild: Beim Überreichen des originellen Gastgeschenks von links: Wolfgang Herder, Vorsitzender des Kur- und Verkehrsverein, Kathy Morris, Vorsitzende des Exeter Twinning Circle und der Lord Mayor von Exeter, Rob Newby © Kur- und Verkehrsverein

Mit großem Hallo wurde das Gastgeschenk des Kur- und Verkehrsvereins entgegen genommen. Die Auftragsarbeit des in Bad Homburger lebenden Künstlers und Illustrators Ralf Häger zeigt die gotische Kathedrale Exeters vor der der Weiße Turm seine Aufwartung macht. Er verbeugt sich mit dem Homburg Hut in der Hand, der seinerzeit von Philipp Möckel in der Dorotheenstraße nach Entwürfen des Prinzen von Wales und späteren König Eduard VII. gefertigt wurde. Im Hintergrund sieht man die Namen der beiden Partnerstädte, die Buchstaben ETC und KVV, das Jahr 2012 sowie die Völker verbindende Botschaft Friendship for ever.


13.09.2012


Personalie:

Der Homburg für Homberg

Der langjährige Vorstandsvorsitzende der Taunussparkasse, Hans-Dieter Homberg, wurde am Donnerstag vom Kur- und Verkehrsverein (KVV) mit dem Homburg-Hut geehrt.

In einer kurzen Laudatio würdigte der KVV-Vorsitzende Wolfgang Herder die Verdienste Hombergs um die Kurstadt. Dabei nannte er insbesondere die Unterstützung des kulturellen Lebens, die vielfältigen Hilfen für die Vereine und die Förderung ehrenamtlicher Tätigkeit. „Den Homburg-Hut bevorzugten nicht nur Diplomaten“, so Herder, „er steht auch für unsere Stadt.“ Mit diplomatischem Geschick und Durchsetzungsstärke habe Hans-Dieter Homberg sein Unternehmen erfolgreich geführt. Dabei war Soziale Verantwortung für ihn kein Fremdwort.

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28.06.2012



Auf Weisung aus Wiesbaden:

Und der Zeppelinstein bewegt sich doch!

Gute Nachrichten aus der Landeshauptstadt hat der Vorsitzende des Kur- und Verkehrsverein (KVV), Wolfgang Herder: Der Hessische Minister für Wissenschaft und Kunst hat die Untere Denkmalschutzbehörde der Stadt Bad Homburg angewiesen, dem Antrag auf Versetzung des Zeppelinsteins zu entsprechen. Zuvor hatte der Hessische Landtag in seiner Plenarsitzung im Dezember beschlossen, die Petition des KVV der Landesregierung zur Berücksichtigung zu überweisen. Für ihre Hilfestellung dankt Herder insbesondere den beiden Landtagsabgeordneten Holger Bellino (CDU) und Petra Fuhrmann (SPD).

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Noch im Frühjahr 2005 und bei einem Ortstermin Ende des gleichen Jahres sperrte sich das Ministerium, unterstützt vom damaligen Bad Homburger Stadtrat Michael Korwisi (Grüne), vehement gegen die Beschlüsse des Magistrats, des Denkmalbeirats, des Kulturausschusses und der Stadtverordnetenversammlung, die das Denkmal von seinem verborgenen Platz hinter dem städtischen Betriebshof an den öffentlich zugänglichen Hölderlinpfad der Regionalparkroute versetzen wollten. Eine letzte Chance zur Beseitigung des allseits anerkannten Misstands ergriff der KVV-Vorsitzende schließlich am 19.05.2005 mit seiner Petition an den Hessischen Landtag.

„Jetzt haben wir alle Hürden überwunden“, freut sich Herder. „Gelegentlich behindern sich die staatlichen Instanzen gegenseitig. Nun steht dem Umzug des Zeppelinsteins nichts mehr im Weg und seinen Status als Denkmal behält er auch“.

Der KVV-Vorsitzende geht davon aus, dass der Magistrat bezüglich des neuen Standorts umgehend Verhandlungen mit dem Grundstückseigentümer aufnimmt, der seine grundsätzliche Zustimmung bereits signalisiert hat. Der KVV würde, so Herder, zur Erläuterung des lateinischen Textes auf der gusseisernen Platte eine Tafel mit der deutschen Übersetzung beisteuern. Sein Vorstand hofft auf eine gelungene Festivität zur Enthüllung des Zeppelinsteins im Rahmen der Zeppelinparade auf dem Gelände des Kronenhofs am 11. August dieses Jahres. Also nicht erst an dem Tag, an dem sich der kaiserliche Auftritt zum hundertsten Mal jährt, obwohl der Kur- und Verkehrsverein dann gleichzeitig seinen 150. Geburtstag feiern kann. Das wäre im April 2010.

Bild: Rückansicht des Zeppelinsteins; im Hintergrund eine Halle des Betriebshofes (© Heinz-Peter Curdts)

15.02.2007



Der erste Jahrestag einer Petition:

Kein Anlass zum Feiern

Nach dem sich das Wiesbadener Kultusministerium mit einer Weisung über die Beschlüsse des Bad Homburger Magistrats, der Stadtverordnetenversammlung, des Kulturausschusses und des Denkmalbeirats hinweggesetzt hatte und damit die von der Stadt gewollte Umsetzung zunächst blockierte, wandte sich der Kur- und Verkehrsverein bereits im Mai an den Petitionsausschuss und widersprach diesem aus seiner Sicht unmöglichen Verfahren.

Am kommenden Freitag (19. Mai) jährt sich der Tag an dem der Kur- und Verkehrsverein (KVV) Bad Homburg in einer Petition an den Hessischen Landtag seine Forderung nach der Versetzung des Zeppelinsteins formuliert hat. Ziel des KVV und der städtischen Gremien war und ist die Verlegung des Denkmals hin zur öffentlich zugänglichen Regionalparkroute an die künftige Hölderlin-Allee hinter dem Landratsamt.

Die Petenten waren zunächst guter Hoffnung, als an einem tristen Tag im Dezember vergangenen Jahres Mitglieder des Petitionsausschusses mit ihrer Berichterstatterin, der Landtagsabgeordneten Nancy Faeser (SPD), zu einem Ortstermin aus Wiesbaden anreisten. Mit dabei, die beiden Landtagsabgeordneten aus dem Hochtaunuskreis, Holger Bellino (CDU) und Petra Fuhrmann (SPD). Sie alle konnten sich von der misslichen Situation des Denkmals in der Nehringstraße versteckt hinter dem Betriebshof überzeugen. In der anschließenden Besprechung mit dem Antragsteller, Vertretern der Stadt, der Unteren und der Oberen Denkmalschutzbehörde sowie des Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst wurden noch einmal alle Argumente ausgetauscht und sorgfältig protokolliert. Bei den Vertretern des KVV wuchs währenddessen die Zuversicht, dass der Petitionsausschuss des Landtags gegenüber der Landesregierung über alle Parteigrenzen hinweg, eine positive Empfehlung abgeben werde.

“Hat er, hat er nicht, oder hat er darüber überhaupt noch nicht beraten?“, fragt jetzt ein Jahr nach der Antragstellung der KVV-Vorsitzende Wolfgang Herder: „Kein Grund zum Feiern - sicher nicht!“ Natürlich gäbe es wichtigere Dinge. Doch leide das Vertrauen gegenüber der Politik, wenn diese nicht in der Lage ist, in einer angemessenen Frist zu Entscheidungen zu kommen. In einer Glosse zum Jahreswechsel äußerte bereits eine Bad Homburger Tageszeitung (FR) die Vermutung, dass der Petitionsausschuss im August den Streit um den Standort mit einem salomonischen Urteil beenden würde: Das Denkmal sei aufzugeben und die Steine zur Bachrenaturierung einzusetzen. Zur Begründung hieß es in dem Silvesterscherz, Bad Homburg sei „steinreich“ genug.

Herder stellt dazu lapidar fest: „Gelegentlich werden die kühnsten Träume von der Wirklichkeit übertroffen“.

17.5.2006



Ortstermin am Zeppelinstein:

Der Stein hat sich bewegt

Seit dem letzten Freitag weiß der Vorsitzende des Kur- und Verkehrsvereins (KVV), Wolfgang Herder, die Bemühungen um die Versetzung des Zeppelinsteins aus der Schmuddelecke an der Nehringstraße über die Südumgehung an den dort vorgesehenen Hölderlin-Pfad in guten Händen. Die Berichterstatterin des Petitionsausschusses des Hessischen Landtags, Nancy Faeser (SPD) sowie die beiden Landtagsabgeordneten aus dem Hochtaunuskreis Holger Bellino (CDU) und Petra Fuhrmann (SPD) konnten sich bei einer Ortsbesichtigung von der misslichen Situation des Denkmals hinter dem Betriebshof - eingezwängt zwischen Lagerhallen, Produktionsstätten, dem Parkplatz der LuK und umgeben von Stapeln schwarzgrauer Mülltonnen - überzeugen.

Nach dem sich das Wiesbadener Kultusministerium mit einer Weisung über die Beschlüsse des Bad Homburger Magistrats, der Stadtverordnetenversammlung, des Kulturausschusses und des Denkmalbeirats hinweggesetzt hatte und damit die von der Stadt gewollte Umsetzung zunächst blockierte, wandte sich der Kur- und Verkehrsverein bereits im Mai an den Petitionsausschuss und widersprach diesem aus seiner Sicht unmöglichen Verfahren.

Dass sein Nachfolger im Amt des für den Denkmalschutz zuständigen Dezernenten, Michael Korwisi, bei der sich der Besichtigung anschließenden Besprechung mit den Landtagsabgeordneten nicht wie von der Hessischen Gemeindeordnung gefordert, die Beschlusslage des Magistrats vertrat, sondern sich massiv gegen jegliche Veränderung aussprach, entbehrt nicht einer gewissen Pikanterie und wird vom früheren Stadtrat Herder auch scharf kritisiert. Besonders erbost hat diesen die lapidare Feststellung Korwisis, der Magistrat habe keineswegs Widerspruch gegen die ihm von der Unteren Denkmalschutzbehörde zugestellte Ablehnung des Ministeriums eingelegt. Delikat ist dabei die Tatsache, dass die von ihm zitierte Untere Denkmalschutzbehörde zu seinem Geschäftsbereich gehört. „Das ist alles andere als seriös“, meint der die Petition vertretende KVV-Vorsitzende Wolfgang Herder. Seinen Respekt vor der Denkmalpflege hätte Korwisi dadurch beweisen können, wenn er in seiner Zuständigkeit für Bau und Betrieb sowie den Bauhof, veranlasst hätte, die Abfallbehälter an anderer Stelle zu lagern und die maroden Kantsteine zu ersetzen. Selbst das sei nicht geschehen.

In die Abteilung Kurioses gehört nach Herders Meinung die Anregung des Vizepräsidenten des Landesamts für Denkmalpflege, Jan Viebrock, die Stadt könne ja an der Regionalparkroute ein zweites Denkmal „in der heutigen Formensprache“ errichten, das an die Geschehnisse vor nunmehr 95 Jahren erinnert. Für seine Behörde sei auch nicht die Frage entscheidend, wo sind die drei Luftschiffe (Zigarren mit einer Länge von rund 200 Metern) tatsächlich gelandet oder wo genau präsentierte sich der Kaiser mit seinem Gefolge. Als Denkmalpfleger sei für ihn bestimmend, den Erinnerungsstein präzis an dem Ort und der Stelle zu bewahren, wo er im Jahre 1911 von der Stadt und mit der ausdrücklichen Zustimmung aus Berlin gesetzt wurde.

Zum Abschluss der Petition des Kur- und Verkehrsverein an den Hessischen Landtag heißt es wörtlich: „Ich bitte Sie … den Zeppelinstein aus seinem eingeschränkten Dasein zu befreien. Wenn wir heute nicht in der Lage sind, unsere überkommenen Denkmäler für alle zugänglich zu machen und mit Leben zu erfüllen, dann werden sie künftigen Generationen nicht mehr zu vermitteln sein.“ Ein gutes Beispiel für die Vermittlung von Geschichte ist die alle zwei Jahre am nahen Kronenhof von der Kur GmbH organisierte Zeppelinparade.

Nach der Berichterstattung und Beratung wird der Petitionsausschuss des Landtags gegenüber der Landesregierung eine Empfehlung abzugeben haben. Diese hat dann erneut darüber zu befinden. Herder geht davon aus, dass beide Gremien der Argumentation des Kur- und Verkehrsvereins folgen werden.

11.12.2005



Neues vom Zeppelinstein – Und er bewegt sich doch

Kur- und Verkehrsverein macht Jungherr Mut

Sie solle sich nicht so schnell ins Bockshorn jagen lassen, dass meint der Vorsitzende des Kur- und Verkehrsverein (KVV) Wolfgang Herder. Ihr Vorgänger als Sozialdezernent im Bad Homburger Rathaus ist sicher, dass die Oberbürgermeisterin auch ohne eine Klage gegen die Entscheidung aus dem Haus ihres Wiesbadener Parteifreunds Udo Corts im Amt des Hessischen Ministers für Wissenschaft und Kunst in der Lage ist, die Beschlüsse des Magistrats, des Kulturausschlusses und der Stadtverordnetenversammlung umzusetzen. Alle städtischen Gremien hatten sich bereits für die Befreiung des Zeppelinsteins aus der Isolation der ihn umgebenen Büro- und Industriebebauung ausgesprochen. Gegen dessen Ausgrenzung im Zuge der Bebauung hatten in der Vergangenheit weder die Untere- noch die Obere Denkmalschutzbehörde ihr Veto eingelegt.

Herder ist auch der Auffassung, dass die ministerielle Weisung vom 16. März dieses Jahres nicht rechtsfehlerfrei sei. Es fehle eine Abwägung der Argumente der Gegner und der Befürworter der Umsetzung. Hilfreich wäre nach seiner Ansicht eine Anhörung beider Parteien gewesen. Doch so habe das Ministerium auf Referentenebene unter Bezugnahme auf die Aktenlage ganz im Sinne der ihr nachgeordneten Behörde entschieden. Schon die Beschreibung des neuen Standorts in der amtlichen Stellungnahme sei tendenziös. Alle örtlichen Unterstützer des Vorhabens wollen für den Zeppelinstein einen Platz an der öffentlich zugänglichen Regionalparkroute - konkret an der künftigen Hölderlin-Allee. Im Zusammenhang mit der Weisung heißt es dagegen wörtlich: „Parkplatz des Ausfluglokals Kronenhof Wagner“. Da werden individuelle wirtschaftliche Interessen unterstellt, so der KVV-Vorsitzende, während die städtischen Gremien den Besuchern des Regionalparks eine weitere Attraktion zugänglich machen wollten.

Schließlich brauchten die 1910 auf diesem Acker in Anwesenheit von Kaiser Wilhelm II. gelandeten drei lenkbaren Luftschiffe sehr große Flächen, so dass der genaue Standort des Kaisers im Nachhinein nur schwer zu rekonstruieren war. Feste Andockpositionen wie heutzutage auf dem Frankfurter Flughafen gab es im Vordertaunus damals nicht. Nicht ganz von der Hand zu weisen ist auch der Vorbehalt, dass der Eigentümer der Liegenschaft schon dafür gesorgt haben wird, dass der Stein der Erinnerung nicht inmitten seiner Äcker zu liegen kam. Die landwirtschaftliche Nutzung wäre dadurch behindert worden und Neugierige hätten seine Felder zertrampeln können.

Der Kur- und Verkehrsverein fordert den Magistrat jetzt auf, der Posse ein Ende zu bereiten und den Zeppelinstein aus seinem eingeschränkten Dasein als Denkmal zu befreien - Unterhaltung und Pflege gingen ohnehin zu Lasten der Stadt. Dazu müsse ein Verfahren nach § 9 des Hessischen Denkmalschutzgesetzes eingeleitet werden. Das als Voraussetzung für die Genehmigung geforderte überwiegende öffentliche Interesse liegt zweifelsfrei vor. Damit würde der Beschlusslage der städtischen Gremien Rechnung getragen und die Oberbürgermeisterin müsse nicht gegen das Land klagen.

08.04.2005



Bad Homburg – Exeter: Gelebte Partnerschaft

Für Oberbürgermeisterin Dr. Ursula Jungherr und den Vorsitzenden des Kur- und Verkehrsvereins (KVV), Wolfgang Herder, war es die erste Auslandsreise im neuen Amt: Gemeinsam mit 24 Bad Homburgern weilten sie eine Woche in der englischen Partnerstadt Exeter. Die Unterbringung in Familien ermöglichte vertiefte persönliche Kontakte. Seit längerem existieren enge Freundschaften, und erfreulicher Weise erweitert sich der Kreis von Jahr zu Jahr.

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Umfangreich war das Programm, das der Exeter Twinning Circle vorbereitet hatte. Neben einem Besuch der über 850 Jahre alten gotischen Kathedrale und einem Empfang durch die Lord Mayor (Bürgermeisterin), Hilda Sterry, in der historischen Guildhall, gab es viele gemeinsame Ausflüge mit den Gastgebern in die Umgebung. Kulturelle Teilhabe und soziales Handeln verband ein Wohltätigkeitskonzert des Sylvania Operkreises. Die deutschen Teilnehmer spendeten dabei für die dortige Krebshilfe einen namhaften Betrag. In der Hafenstadt Plymouth konnte das Nationale Marine Aquarium besichtigt werden und das etwas außerhalb befindlichen Fort Crownhill aus dem 17. Jahrhundert.

Eine Tour durch die urwüchsige Landschaft des Dartmoors beeindruckte Naturliebhaber und Krimifreunde gleichermaßen. Sichtlich erfolgreich war eine Führung durch das in diesem Jahr nach Exeter umgesiedelte Met Office, dem wohl weltweit größten metrologischen Dienst. Von nun an bestimmte die Gruppe ihr Wetter selbst und konnte auf den Gebrauch der mitgeführten Regenschirme weitgehend verzichten. Im, an der der Exe herrlich gelegenen, Powderham Castle kam dann doch etwas Traurigkeit auf, denn die im dortigen Park seit Jahrzehnten ansässige Schildkröte Timothy nach der bei jedem Besuch zuvor lebhaft gefahndet wurde, war im März im Alter von 162 Jahren verstorben.

"Exeter erleben, wie man es weder im Reisebüro noch im Internet buchen kann", so charakterisierte Wolfgang Herder die Reise des Kur- und Verkehrsvereins und sprach gegenüber dem Twinning Circle die Einladung zu einem Gegenbesuch für 2006 in Bad Homburg aus. Für dessen Vorsitzenden, Trevor Preist, ist dieser seit über zehn Jahre stattfindende Austausch die tragende Säule dieser Städtepartnerschaft.

Bild: Die deutsche Gruppe mit KVV-Vorsitzenden Wolfgang Herder und Oberbürgermeisterin Dr. Ursula Jungherr (v.lks.) vor der Kathedrale von St. Peter in Exeter. © Kur- und Verkehrsverein



Keine Visitenkarte

Gemeint sind die schmutzig weißen Tafeln am Ortseingang, auf denen zuletzt im Mai auf das Weinfest hingewiesen wurde und die demnächst Plakate schmücken werden, die für den Besuch des Laternenfests werben sollen. Nein, eine Zierde für unsere Stadt sind sie in der plakatierungsfreien Zeit nicht. Davon konnte sich der Vorstand des Kur- und Verkehrsvereins bei einer Ortsbesichtigung überzeugen. Reste von Doppelklebeband, abgeplatzte Farbe und Rost sind sicher keine Empfehlung. Teilweise von Fahrzeugen in Mitleidenschaft gezogen, blicken sie am Straßenrand blind in die Landschaft. Gelegentlich versperren auch Weiden, Strauchwerk und ein Stromverteilerkasten den Autofahrern die Sicht.

Warum, fragt der Kur- und Verkehrsverein, sehen die Verantwortlichen der Stadt über diese Missstände hinweg? Schlimm genug sei schon der Zustand des denkmalgeschützten Bad Homburger Bahnhofs, den die Deutsche Bahn zu verantworten habe. Für die Tafel an den Einfallstraßen ist die Stadt jedoch allein zuständig. Sie kann auf die Nutzer zum Beispiel einwirken, dass sie nur mit wasserlöslichem Kleber plakatieren und die Flächen nach Gebrauch wieder sauber hinterlassen. Kommt der Autofahrer nach Neu-Anspach begrüßt ihn am Ortsrand der dortige Gewerbeverein, wenn nicht gerade für ein anstehendes Fest geworben wird. Um den unbefriedigenden Zuständen in Bad Homburg abzuhelfen schlägt der Kur- und Verkehrsverein vor, die Tafeln nach einer Überprüfung der Standorte und einer gründlichen Renovierung wie den Briefkopf des Rathauses mit dem Logo der Kurstadt zu versehen. Auch die sehr aufwändigen Schilder, die auf die Städtepartnerschaften hinweisen, hinterlassen einen ungepflegten Eindruck und haben offensichtlich die Bekanntschaft mit kollidierenden Fahrzeugen, Räumwagen oder Grünhäckslern gemacht.

Dazu der Vorsitzende des Kur- und Verkehrsverein Wolfgang Herder: “Das Versprechen von Champagnerluft und Tradition lässt sich nur einlösen, wenn man mit offenen Augen durch unsere Stadt geht.“ Auch hier gelte der Grundsatz: Hingucken und nicht wegsehen – sondern handeln.

02.08.2004



Aktionsgemeinschaft und Kur- und Verkehrsverein in einem Boot:

Wolfgang Herder neuer Vorsitzender

Die Mitgliederversammlung des Kur- und Verkehrsvereins (KVV) hat den früheren hauptamtlichen Stadtrat und SPD-Vorsitzenden Wolfgang Herder als Nachfolger von Kurt Böck zum neuen Vorsitzenden gewählt. Die stellvertretende Vorsitzende Helga Hahnenbruch und Schatzmeisterin Gisela Jonas wurden in ihrem Amt bestätigt. Böck wird dem Vorstand nun als Beisitzer angehören. Künftig wird der rund 180 Mitglieder zählende Traditionsverein, der 1860 gegründet wurde, mit der Aktionsgemeinschaft Bad Homburg kooperieren und eine gemeinsame Geschäftsstelle* betreiben. Die Vorsitzenden der beiden Vereine, Herder und Hölzer werden für eine enge Verzahnung der Arbeit zu sorgen haben. Sie sind in den Vorständen der Partnerorganisationen jeweils Beisitzer. Der neue KVV-Vorsitzende kündigte an, die Synergieeffekte der Zusammenarbeit nutzen zu wollen, aber für einen eigenständigen Außenauftritt des Kur- und Verkehrsvereins Sorge zu tragen.

Wolfgang Herder

Wolfgang Herder – gebürtiger Berliner, der seit 1973 in der Kurstadt lebt und nach seinem Ausscheiden aus dem Bad Homburger Rathaus seit zweieinhalb Jahren für einen in dieser Stadt ansässigen Schweizer Versicherer tätig ist, will an bewährten Aktivitäten des KVV festhalten. Doch Fassadenwettbewerbe und Windhundrennen beim Laternenfest müssten durch weitere Aktionen ergänzt werden. Öffentliche Begehungen seien wichtig, um Mängel zu erkennen und deren Beseitigung anzumahnen. Über die traditionell guten Kontakte zu Exeter hinaus, gelte es als "Bürgerverein" auch die Beziehungen zu anderen Partnerstädten, die heute nicht mehr im Mittelpunkt des Interesses stehen, neu zu beleben. Über Schülerwettbewerbe und Stadtrallyes für Kinder müsse nachgedacht werden. Notwendig seien generationsübergreifende Konzepte, um junge Leute für den KVV zu gewinnen.

Zwei Aussagen könnten für die Zukunft des Kur- und Verkehrsvereins zielführend sein: Als Mitglied von KVV und Aktionsgemeinschaft begründete der Unternehmer Peter Löw die Nominierung Herders mit den Worten: "Wir wollen jemanden, der in Bad Homburg bekannt ist, der kein Streithansel ist und der unsere Stadt liebt – und da sind nicht allzu viele übrig geblieben." Und dann Wolfgang Herder: "Wir lassen uns unsere Stadt nicht permanent schlecht reden. Unser "Wir-Gefühl" gilt einem liebens- und lebenswerten Bad Homburg."

* Neue Anschrift: Kur- und Verkehrsverein, Saalburgstr. 30, Postfach 11 18, 61281 Bad Homburg v.d.H.

 


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